Das Anti-Stresssalz Magnesium

Ratten können zwar schwimmen – sie tun es aber nicht gerne. Schwimmen bedeutet für Ratten puren Stress. Professor Hans Selye, ehemaliger Direkter des Instituts für experimentelle Medizin und Chirugie an der Universität Montreal und Vater der Stressforschung, hat viel mit Ratten experimentiert. Er ließ die Ratten bis zur Erschöpfung schwimmen. Das schafft eine normale Ratte fast eine halbe Stunde. Danach gingen Sie unter – würde man das Experiment nicht abbrechen. Füttert man die Ratten jedoch vor dem Versuch mit ausreichend Magnesium, so können sie doppelt so lange schwimmen. Das funktioniert auch bei uns Menschen. Magnesium hilft uns, mit starken physischen und psychischen Belastungen fertig zu werden.

 

Und die Belastungen sind hoch. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage empfinden 8 von 10 Deutschen ihr Leben als stressig, jeder Dritte sogar unter Dauerdruck. Jeder Fünfte leidet unter spürbarem gesundheitlichen Stressfolgen – von Schlafstörungen bis zum Herzinfarkt. Gleichzeitig sind die Magnesiumwerte im Blut gestresster Menschen erschreckend niedrig.

 

Unsere heutige Magnesium-Versorgung über Lebensmittel und Trinkwasser ist denkbar schlecht. Durch Kunstdünger, sauren Regen und Monokulturen sind unsere Lebensmittel in den letzten Jahren enorm verarmt. Verstärkt wird die Problematik durch Magnesiumräuber wie Medikamente oder das tägliche Glas Bier oder Wein am Abend. Denn Alkohol schwemmt das Magnesium aus. Wenn Symptome auftreten wie Herzrasen, Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen, nächtliche Wadenkrämpfe, Hörsturz oder Tinnitus ist es meistens schon zu spät. Denn dann ist der Magnesiumspiegel schon im Defizit. Und nun beginnt ein Teufelskreis: Stresshormone wie Adrenalin werden unter Magnesiummangel vermehrt ausgeschüttet, und das wiederum erhöht die Magnesiumausscheidung über den Urin. Das führt zu einem rasanten, exzessiven Verbrauch von Engeriespeichersubstanzen. Eine effektive Variante sind Magnesiuminfusionen die gestresste Leistungsträger schnell wieder auffüllen. Damit kann man den Teufelskreis effektiv unterbrechen. Denn die orale Magnesiumsubstitution ist in diesem Zustand eher der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Die ist eher dazu geeignet, langfristige Magnesiumspiegel hoch zu halten bzw. ein erneutes Absinken zu verhindern.

 

Wehret den Anfängen! Auch wenn es Ihnen gut geht, sollten Sie als Leistungsträger stets auf eine optimale Magnesiumversorgung achten. Klassische Magnesiumspender waren früher einmal Bananen, grünes Blattgemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse. Leider ist die Konzentration in den Jahren jedoch auch in frischen, unbehandelten Lebensmitteln kontinuierlich gesunken. Glücklich kann sich schätzen, wer noch einen eigenen Garten zum Gemüseanbau hat und eher die traditionelle Schubkarre Mist unterhebt anstatt zum bequemen Kunstdünger zu greifen. Ein auch heute noch guter Magnesiumspender ist eine spanische Spezialität: Nehmen Sie eine schöne große reife Papaya und kombinieren Sie diese mit Ziegenkäse aus der Salzlake. Das hört sich für unserem Gaumen zunächst seltsam an, schmeckt aber vorzüglich.

 

Bei hoher psychischer und physischer Belastung (Manager oder Sportler) empfehlen unsere Fachärzte, zusätzlich zu einer gesunden Ernährung ein hochwertiges Magnesiumpräparat einzunehmen. Aber Vorsicht! Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Von den über 50 Präparaten aus der Apotheke oder aus dem Supermarkt kommen nur wenige wirklich im Blut an. Wichtig ist hier ein Magnesiumpräparat mit optimaler Bioverfügbarkeit. Hier empfehlen unsere Fachärzte täglich 300 mg reines Magnesiumcitrat. Das verhindert den stressbedingten Magnesiumabbau. Der Vorteil: Die gängigen Magnesiumpräparate beinhalten Zusatzstoffe und Aspartam als künstlichen Süßstoff. Dieser wiederum enthält 10 Prozent Methanol, und das ist langfristig schlecht für das Gehirn. Das reine Magnesiumcitrat kann man auch in höheren Konzentrationen zu sich nehmen. Besonders wer viel Sport macht und stark schwitzt, sollte die Dosis erhöhen. Auch wenn Sie auf das abendliche Glas Rotwein nicht verzichten möchten oder auf einer Geburtstagsparty mal „alle Fünfe grade sein lassen“ wollen, verdoppeln sie einfach die Magnesiumdosis. Und wenn Sie das nächste Mal zum Boxenstopp beim Arzt vorbei schauen, lassen Sie den Magnesiumspiegel im Blut einfach mit bestimmen. Ideal sind Werte zwischen 0,9 – 1,1 mmol/l. 

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Unsere Top 15 magnesiumreichsten Lebensmittel

Lebensmittel Magnesiumgehalt in mg / 100 g
Kürbiskerne 534 mg
Sonnenblumenkerne 420 mg
Leinsamen 350 mg
Amaranth 310 mg
Cashewnüsse 270 mg
Zartbitterschokolade (70% Kakaoanteil) 230 mg
Erdnüsse 160 mg
Naturreis 157 mg
Kichererbsen 155 mg
Linsen 130 mg
Tofu 100 mg
Trockenobst 100 mg
Spinat 58 mg
Datteln 50 mg
Banane 36 mg

 

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Magnesiumgehalt in mg / 100 g Magnesiumgehalt in mg / Tagesdosis
15 000 mg 300 mg

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